Jetzt möchte ich euch von meinem bushwalk erzählen. Ich hatte mich hier bei der bushwalk society angemeldet, weil ich mir gedacht hatte, dass es doch ganz schön wäre. wanderungen hier in die berge zu unternehmen. letzte woche wurde ein trip für beginner angekündigt, in die blue mountains,mit übernachtung, 17km am samstag und dann am sonntag die 17km zurück. nachdem sandra und ich uns schlafsack, isomatte und zelt ausgeliehen hatten, haben wir uns ins abenteuer gestürzt.
den zug um viertel nach 7 am samstag morgen hätten wir beinahe verpasst, weil sandra und ich an gegenüberliegenden seiten vom bahnhof standen und ich ihr ticket hatte. im endeffekt hat sandra sich dann noch eins gekauft und wir haben uns am gleis getroffen. im zug waren wir uns auch kurz unsicher, ob der an den richtigen ort fuhr, aber nach einer stunde waren wir da. mit autos haben wir uns dann in die blue mountains nach green gully aufgemacht, wir waren insgesamt 8: tim (der hat es organisiert), seine frau, einer aus den staaten, 2mädchen aus australien, einer aus israel, sandra und ich. kurz bevor wir gehalten haben, hab ich mein erstes kängeruh in wilder natur gesehen. und sogar mit baby!

dann ging es auch schon los. der rucksack mit zelt, schlafsack, wasser, 1 einhalb liter wein! etc war doch ganz schön schwer. der erste anstieg, wie man auf dem foto sehen kann, war steil und ich hab mich gefragt, wie ich da mithalten soll, aber die nächsten 1-2 std gings auf einem normalen Weg entlang. Dann gings auf einen kleinen Pfad, der hoch auf den berg führte. an der spitze wollten wir mittagspause machen. es ging recht steil hoch und besonders mit rucksack und turnschuhe ist man schnell an die eigenen grenzen gestoßen. irgendwann waren die 300höhenmeter geschafft (gefühlte 3000) und man hatte einen sensationellen blick über die blue mountains!









nach einer kurzen mittagspause, ging es weiter. die sonne geht ja hier um 5/6 unter und bis dahin wollten wir an unserm schlafplatz sein. insgesamt sind wir über noch 3berge bzw hügeln geklettert. nicht nur dass hochklettern war anstrengend, sondern auch runter, weil es teilweise echt steil hinab ging. ausserdem mussten wir über felsen klettern etc. irgendwann ist man nur noch in trance gelaufen.. ohne rucksack wär ich schon völlig überfordert gewesen.













aber irgendwann kamen wir auf unserm platz an, das war echt schön, es war auf einem berg (splendour rock) gelegen mit einer plattform und natürlich einem super blick! nachdem wir zelte aufgebaut hatten, haben wir ein feuer gemacht und zu abend gegessen.und auch erfahren, dass man um die letzten 3berge herumlaufen hätte können.. super! den goon, also die 3l wein, die sandra und ich den lieben langen tag geschleppt hatten, haben wir nicht getrunken und weggeschüttet. es war schon so anstrengend genug, aber das alles mit einem kater zu machen, war unverstellbar. die atmospähre war richtig schön und erst der sternenhimmel, so viele sterne hab ich schon lange nicht mehr gesehen. wir haben uns dann auch recht bald schlafen gelegt, weil wir so fertig waren. geschlafen hab ich nicht gut, denn der ganze körper hat so wehgetan und der harte boden hats dann auch nicht viel besser gemacht. leider konnte ich mich am nächsten morgen nicht in der frühe dazu aufraffen, den sonnenaufgang anzuschauen..ich habe paar fotos vom sonnenaufgang reingestellt, die ich gesehen, wenn ich aufgestanden wäre. ;-)







am nächsten morgen ging es dann zurück. zum glück haben wir dann den kurzen weg, der um die berge herumführt, genommen. es hat sich noch ganz schön gezogen und kurz geregnet hatte es auch, aber so gegen 4waren wir dann wieder bei den autos. die fotos sind auf den letzten metern entstanden, wir mussten nochmal limbo unter ner schranke durchtanzen und sandra ist dann auch noch ausgerutscht, buchstäblich auf den letzten 10m!








tat mir alles weh! kann mich nicht erinnern, an das letzte mal, an dem mein körper so geschmerzt hatte! ich konnte nur noch wie ein pinguin laufen.. zum glück ist es jetzt besser geworden.
zum abschluss kann ich sagen, dass es wirklich anstrengend war, aber der blick war einfach toll. vielleicht machen wir bald nen eigenen bushwalk, weil die gruppe doch recht schnell unterwegs war und man keine zeit hatte, die landschaft richtig zu genießen, weil man nur auf den boden geschaut hat und gehofft hat, nicht zu umfallen. anscheinend ist die gruppe auch sehr nudistisch, wenn es dann wärmer wird, und am feuer hat man sachen erfahren, die man nicht wissen wollte! aber an sich war es ne gute erfahrung, aber so bald werde ich mir keinen bushwalk mehr antun.
falls ihr euch fragt, ob nur sandra und ich unterwegs waren, weil wir beide nur auf den fotos sind, das liegt daran, dass wir immer das schlusslicht gebildet haben! ;-)