Am nächsten Tag hat unsere 3 Tages Rock Tour zum Uluru, Kata Tjuta und Kings Canyon ganz früh morgens begonnen. Wir waren ca 20 Leute in unserem Alter plus der Guide und zur Überraschung war nur noch ein Deutscher mit am Start (er kam aus Königstein und hat grad Abi an der BNS gemacht!). Die anderen waren aus Schweden, Frankreich, Finnland etc. In einem Minibus mit Klimaanlage ging es in Richtung Ayers Rock, ca 3-4std Fahrt. Um sich kennenzulernen, mussten sich alle erstmal übers Mikrofon vorstellen. Ausserdem haben wir etliche Stops gemacht, um zu tanken, einzukaufen und Feuerholz zu sammeln. Irgendwann kamen wir dann endlich am Nationalpark vom Uluru und Kata Tjuta an. Normalerweise darf man sich aussuchen, ob man drum herumläuft oder auf den Uluru steigt, aber an dem Tag durfte man den Uluru wegen der hohen Temperatur nicht betreten. Unser Guide hat uns die Gründe erläutert, warum er und viele anderen gegen die Besteigung sind. Für die Aborigines ist der Uluru eine der heiligsten Stätte und man durfte ihn erst betreten, nachdem man als Jugendlicher für etliche Jahre alleine in der Wüste überlebt hat, als Zeichen dafür, dass man jetzt als Erwachsener zählt. Heutzutage, steigen die Touristen aus ihrem klimatisierten Bus und besteigen ihn, was respektlos gegenüber der Tradition der Aborigines ist. Der nächste Grund, der dagegen spricht, ist, dass es gefährlich ist und viele schon herunter gefallen und gestorben sind. Und zum Schluss aus hygienischen Gründe, weil es an der Spitze keine Toiletten gibt. Wir sind um den roten Stein gelaufen, der echt groß ist und besonders bei 43Grad echt anstrengend war. Danach sind wir an eine Stelle gefahren, von der man gut den Sonnenuntergang sehen konnte und dort haben wir auch zu Abend gegessen. Beeindruckend war, wie der rote Stein die Farbe geändert hat, als die Sonne untergegangen ist. Danach ging es zu einem Campingplatz zurück, wo wir ein Lagerfeuer gemacht haben und uns dann schlafen gelegt haben. Wir haben unter freiem Himmel geschlafen und der Sternenhimmel war einfach sensationell. Das war echt toll, wenn man in der Nacht aufgewacht ist und direkt in die Sterne schauen konnte.
Nach ein paar Stunden, so um 4Uhr, wurden wir wieder geweckt und es ging zum Nationalpark zurück, aber zum Kata Tjuta für den Sonnenaufgang. War der Uluru die Stätte für die Männer, durfte Kata Tjuta nur Aborigines Frauen betreten. Der Kata Tjuta hat sich aus etlichen roten kleineren Steinen zusammengesetzt und beim Sonnenaufgang wurde jeder einzelne Stein abwechselnd beleuchtet. Danach haben wir bei 44Grad eine Wanderung zwischen den Steinen gemacht und der Guide hat uns noch einiges über die Aborigines erzählt zb welche Pflanzen die Aborigines für Krankheiten benutzt haben und wie die Farben zur Körperbemalung hergestellt wurden. Danach ging es mit dem Bus Richtung Kings Canyon. Wieder haben wir auf einem Campingplatz geschlafen, dort waren wir sogar im Pool (was echt ne schöne Abkühlung war) und am Abend gab es ein richtiges Festessen. Ausserdem haben wir noch Kings gespielt und ich hatte das Pech und hatte den 4. König gezogen... Dat war alles andere als lecker..
Am nächsten Morgen sind wir dann auf den Kings Canyon hoch und sind dort gewandert. Von dort hatte man eine sehr gute Sicht auf die Wüste. Kilometerweit war einfach nichts. Dann ging es in Richtung Alice Springs zurück, aber wir haben einen Zwischenstopp gemacht, um Kamel reiten zu gehen. Außerdem haben wir im Bus Obstsalat (alle sind beim Fahren aufgestanden und haben den Platz getauscht) und andere Spiele gespielt. Am Abend sind wir dann noch alle zusammen weggegangen.
Am nächsten Morgen ging es wieder früh raus, um mit dem Ghan nach Adelaide zu fahren. Die Zugfahrt hat sogar länger gedauert, als mit dem Bus, ganze 24Std, aber dafür hatte man aber auch mehr Platz. Zum Glück!
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